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Ausstellungen 2018

MICHAEL JAKS und ARTHUR SCHIESSER - ANMUT







 

MICHAEL JAKS

Michael Jaks wurde 1973 geboren und in Südbaden aufgewachsen, er lebt und arbeitet in Lörrach.

Bereits in seiner Kindheit zeigte sich seine künstlerische Begabung. Aufwachsend in einer durch künstlerische Einflüsse belebten Umgebung, der Grossvater war Bildhauer und Geigenbauer, die Mutter Kunsttherapeutin und der Vater Lehrer, wählte er den Beruf Heilpädagoge. Eine Ausbildung bei Denis Emmelin an der Holzbildhauerschule Basel und beim Steinbildhauer Paolo Pinna   bestimmen seine künstlerische Entwicklung. In der Auseinandersetzung mit den Werkstoffen Marmor, Alabaster, Steatit und Sandstein entstehen figürliche und abstrakte Plastiken.  Darin hat er seinen Weg gefunden. In den plastischen Gestalten sieht man Körper, die in einer anmutigen Bewegung ineinander verschlungen sind und in voller Hingabe den starken Rhythmus des Lebens ausdrücken. Aber auch Gesichter veranschaulichen den eingefangenen Ausdruck der Verinnerlichung.  Michael Jaks zeigt noch eine andere Seite seines Könnens. Organische Formen, die harmonisch ineinander greifen und in ihrer ungegenständlichen Gestaltung das Spiel der Wahrnehmung beeinflussen.

Seid 2009 arbeitet Michael Jaks als Bildhauer an verschiedenen Schulen in Deutschland und der Schweiz. Er empfindet diese Aufgabe, in der er Bildhauerei und Pädagogik verbinden kann, als wunderbare Entwicklungsmöglichkeit, sowohl für sich als auch für die Kinder.

Er sagt aber auch: «Ich mache meine Ateliertüre zu, und jetzt gibt es nur noch mich und den Stein, und sonst nichts.»   



 

ARTHUR SCHIESSER

Der Basler Maler Arthur Schiesser wurde 1955 in Basel geboren, wo er auch lebt und arbeitet.

Seine Lehrtätigkeit für Bildende Künste in den Jahren von 1978 bis 1993 waren unterbrochen mit Studienaufenthalten in Venedig und Paris. Ein vierzehnmonatiger bedeutsamer Unterbruch in seiner Lehrtätigkeit stärkte sein Bewusstsein und den Wunsch, sich ganz der Malerei zu widmen. Reisen nach Südamerika, Portugal, Prag und Paris sowie die Auseinandersetzung mit der Zen Philosophie und der japanischen Malerei wurden zur Inspiration einer eigenständigen Ausdrucksform.

Der eigene Stil in der Darstellung weiblicher Figuren ist auf Licht- und Farbkontraste in «Ton-in-Ton Stimmung» gehalten. Farblich modulierte Hintergrundflächen im Kontrast zur Figuration betonen das Spannungsfeld und steigern auf den grossflächigen Darstellungen die eigene Ausdruckskraft des Künstlers. Die warm schimmernden Farbtöne und die lasierenden, in vielen Schichten aufgetragene Acrylfarben erinnern an die Malerei des Impressionismus. 

«Die Weiblichkeit – mehr als eine blosse Huldigung. Hinter jedem Werk verbirgt sich eine tiefe Verbindung zur Thematik. Dies ist sicherlich einer der Gründe, weswegen sich der Betrachter unwillkürlich in den Bann der Bilder gezogen fühlt. Das rein Körperliche tritt zu Gunsten des Inneren, der Tiefe und der Stille zurück.» (Badische Zeitung)




ENGELGLEICH - FEDERLEICHT





Engel spielen in den Vorstellungen der Menschen eine wichtige Rolle und haben in Statuen, Reliefs, Mosaiken und in der Malerei ihren Ausdruck gefunden. Vor dem geistigen Auge sind Engel immer präsent, und in den meisten Religionen existieren diese geflügelten Wesen in den unterschiedlichsten Darstellungen, als Schutzengel oder auf Gegenständen mit Engelmotiven und in zahlreichen Songs. Ob bewusst oder unbewusst, mit Engeln sind schon viele in Kontakt gekommen.

In einer einmonatigen Ausstellung ab 16. November präsentiert die Künstlerin Gilia Auth in «AU6 Raum für Kunst Reinach» ihre Engelwesen und zeigt diese in gestalterisch fass- und sichtbarer Form. Ihre Ausdrucksform hat sie gefunden, indem sie an Stränden, Flüssen, Wäldern auf Wanderungen zunächst einmal sammelt, was sie bereits inspiriert. Dadurch finden sich unterschiedlichste Materialien zusammen. Noch sind sie Materie und doch schon im Übergang zur Engelgestaltung. So werden sie zu Mittlern, wie es auch Engelwesen sind.

Die Leichtigkeit der geflügelten Engelwesen hat Ina Kunz dazu inspiriert, mit Federn und handgeschöpftem Papier Kollagen zu gestalten. Ihr spezielles Ausdrucksmittel ist die Pulpe, der flüssige Faserbrei, der facettenreiche und vielseitige Gestaltungen erlaubt. Naturmaterialien wie Gräser, Zwiebel- oder Spargelschalen erzeugen eine eigene Ausdruckskraft; geometrische Grundformen und elementare Natur treten in einen spannenden Dialog.

Das Zusammenspiel der beiden Künstlerinnen, ist das Entdecken von Formen, die sich am Wegesrand oder sonst wo zeigen. Die daraus entstehende Inspiration zum Werk ist geprägt durch Zuneigung zu den geflügelten Wesen.



GILIA AUTH

Geboren und aufgewachsen in Schweben.

Seit dreissig Jahren lebt sie in Waldkirch.

Ihr Beruf ist Sozialpädagogin, ihre Berufung das Gestalten von Engeln aus Treibholz, rostenden Metallen und Fundstücken aus der Natur.

«Das Zuhause-Sein in der Natur und die Geborgenheit in der Gemeinschaft sind Geschenke ihrer Kindheit. Das Sammeln an Stränden, Flüssen, in Wäldern und auf Wanderwegen gehören zu ihrem Leben. Unterschiedliche Materialien finden sich zusammen. Noch Materie und doch schon im Übergang zur Engelgestaltung sind sie Mittler zwischen den Welten, wie es Engelwesen auch sind.»

Vom Meer gewiegt, von der Sonne gewärmt, vom Wind durchweht, die Einzelteile sind zerfurcht, verrostet, abgeschliffen, vernarbt, durchlöchert und zerklüftet. Als Ganzes sind die Engel heil, hell und Segen bringend.» -Gilia Auth-

In der Ausstellung ENGELGLEICH – FEDERLEICHT zeigt Gilia Auth Engel, die ästhetisch und berührend zugleich sind. Die ausgewählten Texte zu den Engelgestalten sind poetisch, von der Künstlerin einfühlsam ausgewählt. Dass bei Gilia Auth die Engel mit ausgeprägtem Sinn fürs Gestalterische zudem den Hauch des Spirituellen haben, liegt an der inneren Einstellung der Künstlerin im Prozess der Gestaltung.



INA KUNZ

Geboren 1940 in Wuppertal, Deutschland

Aufgewachsen und Schulen in Bad Langensalza und Wuppertal

Die künstlerische Ausbildung erfolgte an der Werkkunstschule Wuppertal, an der Schule für Gestaltung Basel sowie durch Weiterbildungen. Am IPF Liestal schloss sie die Ausbildung zur Kunsttherapeutin ab und für Gestalttherapie an der Akademie Remscheid. Sie ist

Mitglied der GEDOK, der IAPMA, der SPH, dem Forum Bild, Druck und Papier sowie dem AdS.

Ina Kunz lebt seit 1964 in Reinach, wo sie ihr Atelier hat.

Ihr künstlerisches Schaffen umfasst Hoch- und Tiefdruck, PaperArt, Malerei, Collage und Installation.

Seit Mitte der 90er Jahre befasst sie sich vor allem mit dem Medium Papier, ein Schwer-punkt ihres Schaffens.

Ihre Werke zeigt sie seit 1995 in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.

Ankäufe:
Experta Treuhand Basel; Credit Suisse Basel, Akademie Remscheid; UPK Basel, Dexia Privatbank Schweiz Basel; Ricola Laufen, PBL Liestal.

Ganzheitliches Denken hat Ina Kunz beeinflusst, um ihre grafischen Arbeiten auf selbst geschöpftes Papier zu drucken. Fasziniert vom weitem Spektrum der Möglichkeiten, die Papier als Ausdrucksmittel hat, wendete sie sich Ende der Achtzigerjahre dem künstlerischen Gestalten mit Pulpe (flüssige Papierfaser) zu. So begegnet man in ihren Ausstellungen Werken, die aus Naturmaterialien geschaffen, eine subtile Ausdruckskraft haben.

Mit der Ausstellung ENGELGLEICH- FEDERLEICHT setzt sich die Künstlerin Ina Kunz wiederum mit dem Thema der Leichtigkeit auseinander, ganz im Sinne Ihres speziellen Ausdrucksmittel Papier. Sie arbeitet mit dem Medium Pulpe, dem flüssigen Faserbrei, der facettenreiche und vielseitige Gestaltung erlaubt. In ihre Werke bezieht sie Federn, Gräser, Blätter, Schalen von Zwiebeln oder Spargel, Erde, Sand und viele weitere Naturmaterialien mit ein. Je nach Entstehungsvorgang hat die Oberflächenbeschaffenheit eine besondere Dynamik und Plastizität. Dadurch erhalten ihre Werke eine eigenwillige Ausdruckskraft; geometrische Grundformen und elementare Natur treten in einen spannungsvollen Dialog. Die Künstlerin respektiert das Eigenleben des verwendeten Materials, was einerseits Disziplin erfordert, aber auch spielerische Gestaltungsmöglichkeiten erlaubt. Sinnliche Vielschichtigkeit, verspielte Faszination und Poesie sind die Merkmale ihrer Papierarbeiten.





Statement



       


AU6 Raum für Kunst Reinach

Im Zentrum von Reinach wurde von Ina Kunz im Herbst 2010 der Ausstellungraum „AU6 Raum für Kunst Reinach“ eröffnet. Die Gestalttherapeutin und Künstlerin hatte bis dahin Ihre grosszügigen Räumlichkeiten einzig als Atelier und Praxis genutzt.

Als Kennerin der Reinacher Kunstszene war in ihr die Idee gewachsen, einen Raum zu kreieren, in dem befreundete KünstlerInnen verschiedener Ausrichtungen die Möglichkeit haben, sich „in der Stadt vor der Stadt“ zu präsentieren, zumal eine grosse Gartenfläche für Skulpturen zur Verfügung steht. Dazu sagt die Künstlerin: „Ich freue mich, dass ich den Dingen nachgehen kann, die mir und anderen Menschen Freude bereiten. Herausforderungen sehe ich als Chance Neues zu entdecken und dabei Gutes, Sinnvolles und Zufriedenstellendes zu erreichen.“

Inzwischen haben neben Ina Kunz (Malerei, PaperArt und Installation), Claire Ochsner (Skulpturen und Malerei), Volker Scheurer (Skulpturen), Christophe Hohler (Malerei, Grafik, Zeichnungen und Skulpturen), Lynn Mazzotti (Schmuckdesign), Jürg Schneider (Objekte und Räderwerke), Beat John (Eisenplastiken), Martine Rhyner (Malerei), Florence Rometsch (Skulpturen und Objekte), Housi Knecht (Stahlplastiken), Elena Lichtsteiner (Skulpturen made of Paper), Clemens Heinl (Skulpturen in Holz) und Peter Gaymann (P.Gay, Cartoon) ihre Werke präsentieren können.


 



 












Anfahrt

AU6 ist zwei Minuten von der Haltestelle Landererstrasse entfernt (Tram 11 und Bus 64).